Die Sprache ist keine Privatsache
„Ein Tisch ist ein Tisch“
Die Kurzgeschichte „Ein Tisch ist ein Tisch“ von Peter Bichsel handelt von einem alten Mann, der ein sehr einsames und monotones Leben führt. Am Morgen macht er einen Spaziergang und am Abend sitzt er an seinem Tisch, sein Alltag ist einseitig und langweilig. Aber nicht nur sein Alltag, sondern auch er selber ist immer gleich. Er trägt immer graue Hosen, einen grauen Hut und im Winter einen grauen Mantel. Jeder Tag ist abwechslungslos. Die Langeweile ist ausschlaggebend eine Veränderung zu wagen. „Warum ist ein Tisch ein Tisch? Und warum heisst das Bett nicht Bild?“, fragt sich der alte Mann. Diese eminent philosophischen Fragen bewegen ihn zu einer radikalen Umdeutung aller Wörter und macht ihn somit zum Schöpfer einer neuen Sprache. Das Bett wird für ihn nun zum Bild, der Tisch zum Teppich und dem Stuhl sagt er Wecker. Dieses Spiel mit den Worten und dessen Bedeutung bringt ihm die ersehnte Abwechslung. Der alte Mann spricht von da an nur noch in seiner eigenen Sprache, ja er träumte sogar schon so. Zusehends vergisst er aber die alten Bedeutungen für die Wörter und kann sich nicht mehr mit den anderen Leute verständigen. Was als Befreiung vom Gefängnis des Alltags begann, endet für ihn in totaler Vereinsamung. Der alte Mann hat die Wichtigkeit einer gemeinsamen Sprache nicht verstanden, er isoliert sich bis zur Sprachlosigkeit.
Lien avec l‘école:
Pour faire un lien avec l’école, j’ai pu constater durant mon stage que pour apprendre plus facilement des mots de vocabulaire dans une langue étrangère, les enseignants disposent souvent d’étiquettes sur lesquelles figure un mot de vocabulaire rattaché à un objet. Par exemple, sur une étiquette qui est collée sur un bureau, figure le mot "Schreibtisch''. L’enfant associe le mot (le signifiant) directement à l’objet (le signifié). Il est ainsi plus facile pour lui de le mémoriser car à chaque fois qu’il passera à côté de cet objet il verra ce mot et il s'ancrera donc petit à petit dans sa mémoire.
Peter Bichsel und Ferdinand Saussure
An der Kurzgeschichte „ Ein Tisch ist ein Tisch“ kann man sehr schön die Grundgedanken der Sprachtheorie von Ferdinand Saussure erkennen. Saussure sagt, dass das Verhältnis von Bezeichnetem und der Bezeichnung, also Zeichenkörper und dessen Bedeutung, willkürlich ist. Es handelt sich also lediglich um eine Abmachung und die Bedeutung des Zeichenkörpers kann ohne weiteres geändert werden. Dies wird in dieser Geschichte genau so durchgespielt. Der alte Mann fängt an, den Wörtern eine neue Bedeutung zuzuschreiben. Der Tisch wird für ihn zum Teppich, die Zeitung zum Bett oder das Fotoalbum wird zum Spiegel. Es geht aber noch weiter, denn läuten heisst für ihn jetzt stellen und frieren bedeutet neuerdings schauen.
Der Mann hat jedoch den zweiten Aspekt von Saussure unbeachtet gelassen, was ihm zum traurigen Verhängnis, der Isolation, wurde. Der zweite Aspekt besagt, dass jede neue Kombination von der ganzen Sprechergemeinschaft erkannt und akzeptiert werden muss. Wird dies nicht beachtet, so wird Kommunikation erfolglos, da sich niemand versteht. Die Bedeutung eines Wortes ist etwas Gemeinschaftliches und in jedem Wort steckt ein Standard: Du sollst mich so gebrauchen! Ein Standard für nur eine einzige Person ist unsinnig.
Grün ist der Jäger
In dem Lied „Grün Grün Grün sind alle meine Kleider“ werden den jeweiligen Berufen typische Farben zugeordnet. Somit dient das Lied der Farberkennung und deren Zuordnung in Zusammenhang eines Berufes. In der ersten Strophe wird bei grünen Kleidern der Jäger und bei der zweiten Strophe, bei blauen Kleidern, der Seemann genannt. Beide Berufe tragen die typisch zugeordnete Farbe in ihrer Arbeitskleidung. Lernen, was eine Farbe ist und welche Farbe welchen Namen trägt kann zu einer grossen Herausforderung für Kinder werden und bedarf daher viel Übung. Der Zeichenkörper „Grün“, „Blau“ oder auch „Weiss“ mit dessen Bedeutung zu verknüpfen, wird hier durch einen weitere Verbindung, nämlich den Berufen, erleichtert.
Conclusion
Pour conclure, d’après Saussure, le signifié est attribué de manière arbitraire au signifiant. C'est-à-dire que selon la langue que l’on parle, et la signification qu’on apporte à un mot, le sens de l’énoncé peut apparaître sous diverses formes et peut donc être sujet à des incompréhensions. C’est donc pour cette raison que nous devons aussi connaître le contexte dans lequel s’inscrit une communication et le signifié qui est attribué au signifiant. Car si ce n’est pas le cas, par exemple comme dans l’histoire de Peter Bichsel où le personnage décide de changer le signifié rattaché à certains mots, nous perdons alors toute compréhension de ce que nous dit notre interlocuteur. Ces deux aspects: signifié et signifiant sont donc essentiels dans toute communication. Dans une école nous pourrions tout à fait imaginer pour les plus petits de leur apprendre le nom des objets qui les entourent en utilisant des étiquettes ou des illustrations et pour les plus grands d’associer une étiquette d’un mot en langue étrangère à un objet de la classe. Nous pouvons de cette manière favoriser l’approche du signifié, signifiant et élargir leur vocabulaire. Et vous, auriez-vous d'autres idées d'activités à proposer en classe pour différencier ces termes?
Literaturverzeichnis:
Adamzik, K. (2004). Sprache: Wege zum verstehen. (2. Auflage). Franke Verlag.
Bichsel, P. (1974). Kindergeschichten. Luchterhand.
Die Zusammenfassung von «Ein Tisch ist ein Tisch» ist verständlich und einfach geschrieben. Ein Stolperstein im Redefluss ist, meiner Meinung nach, das Wort «abwechslungslos». An dieser Stelle fände ich «monoton» oder «eintönig» passender. Die Konklusion am Ende des ersten Abschnitts gefällt mir gut.
AntwortenLöschenDer Bezug zur Schule ist ein hervorragendes Beispiel für die eindeutige Erklärung von «Signifié» und «Signifiant». Ich kann mich an meine Schulzeit erinnern, als mein Lehrer genau diese Methode angewandt hatte und dazu noch für maskuline und feminine Wörter verschiedene Farben benutzt hatte. Ich kann mir heute nur deswegen merken, dass es «le mur» und nicht «la mur» heisst.
Die Zusammenführung der Texte von Bichsel und Saussure ist euch sehr gelungen. Der direkte Vergleich macht die Thematik vollumfänglich verständlich. Die Sprache, die ihr verwendet, ist einfach gehalten. Damit der Text formeller wird, könntet ihr gegebenenfalls auf Formulierungen mit «man» verzichten. Der Abschnitt ist nicht nur klar, sondern auch fliessend lesbar.
Zu Lernendes spielerisch zu verpacken z.B. in Form von Liedern finde ich eine effektive Lernform und würde ich als Lehrperson genau so anwenden, wie ihr es beschreibt.
Zusammenfassend finde ich euren Blogbeitrag interessant zu lesen. Es macht Lust, noch mehr von euch zu lesen und euren Blog weiter zu verfolgen. Der Beitrag kann rasch gelesen und verstanden werden, was zentrale Anforderungen an einen Blog sind.